Freitag, 15. Oktober 2010

April und August

August war ein kleiner Junge und wie der gleichnamige Monat war er ein rechter Sonnenschein. Er liebte die Natur und die Farben. Ebenso liebte er es durch den zu Wald hüpfen und mit dort beheimateten Tieren zu spielen und diese zu beobachten. Auch das Spielen am Wasser machte ihm ganz besonderes große Freude.
Recht verträumt war er unser August und manchmal bekam er gar nicht mit wie die anderen Kinder über ihn lachten. Wenn er es aber doch mitbekam betrübte dies sein kleines Herz sehr.
Jeder erzählte ihm, dass er anders wäre. Anders als andere Kinder in seinem Alter und anders als ein echter Junge sein müsste.
Eines Tages entschloß sich also August, dass von nun an Schluß wäre. Schluß mit dem Gelache und dem Gestänker. Von nun also sollte August tot und nur noch ein ganz normaler Junge wie die anderen sein.
Dies nahm er sich ganz fest vor und es gelang ihm sogar ein Stück weit.
Immer dann wenn der kleine August wieder durchbrechen wollte, sagte sich der Junge, der seinen Namen nun verloren hatte, ich bin kein August mehr, ich bin jetzt ganz normal.
So vergingen die Tage, Wochen und Monate und auch Jahre gingen ins Land.
Inzwischen ist er groß geworden und war ganz normal. Er hatte ein Haus, ein Auto, einen Job als Verkäufer und 2 Kinder Lila und Jimmy. So hatte er es geschafft ein ganz normaler Erwachsener zu sein.
Eines Tages ging August im Park spazieren. Er spazierte so vor sich hin und plötzlich sah er SIE. Es war das Mädchen seiner Träume. Sie schlenderte, nein sie schwebte, durch den Park und der Saum ihres wallenden weißen Kleides berührte den von der Sonne gewärmten Erdboden.
Alles an ihr war so wunderbar. Ihr Lächeln, ihr Augenaufschlag und ganz zu schweigen von ihrer Stimme.
August wusste nicht mehr ein noch aus. Plötzlich, von einem Moment auf den anderen, war er wieder da: August. Nun hatte er sich selbst und somit auch seinen Namen wiedergefunden. Aber nicht nur das, noch viel mehr geschah durch das Zusammentreffen des wundervollen Mädchens- ihr Name war April - und August.
Wie von Zauberhand ging August zu ihr und hielt um ihre Hand an.
Sie küssten sich und der Kuss der Liebe setzte sie frei.
Beide verwandelten sich in die, die sie waren.
Schon eine Woche später heirateten August und April und gemeinsam lebten sie mit ihren Kindern glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Happy End

Mittwoch, 22. September 2010

Der alte Frosch und die Angst

Vor langer Zeit einmal, lebte ein alter Frosch in den Sümpfen der unentdeckten Natur.
Hier fühlte er sich sicher und geborgen. Er kannte jeden Grashalm in- und auswendig und auch sonst begegnete ihm hier nichts Unbekanntes.

So lebte er jahrein, jahraus und nichts Ungewöhnliches passierte. Niemals würde dieser lebenserfahrene Frosch auf die Idee kommen seine über alles geliebte Heimat - den Sumpf - zu verlassen. Warum auch? Er kannte nichts anderes und wollte eigentlich auch gar nichts anderes kennen lernen.

Aber doch... In seinem Herzen war immer wieder die Sehnsucht nach Weite und dem Mehr im Leben zu finden. Diese Sehnsucht aber war überdeckt mit Angst. Angst, alles zu verlieren, sich zu verlaufen und zerstört werden. Angst vor dem Ungewissen und der Zukunft. Angst davor die Kontrolle zu verlieren und nicht zu wissen, was einen erwartet.

Diese Angst führte dazu, dass unser Frosch niemals nie seinen Sumpf verließ.

Eines Tages nun trug es sich zu, dass die Sonne besonders hell zu scheinen schien. So entschloss sich unser Frosch an die Grenzen des Sumpfes zu gehen um doch mal was Neues zu erleben.
Er packte seinen Beutel und zog los. Er war so voller Freude und so verliebt in sein wunderbares Leben und in die tollen Landschaften, dass er gar nicht merkte, dass er plötzlich den Sumpf verließ.

Als er es bemerkte, wollte er schnell zurück rennen, aber plötzlich hörte er das Quaken einer hübschen Frosch-Dame und sie fragte ihn, warum er es den so eilig hätte.

Er erzählte ihr von seiner Angst und seinen Sorgen. Sie aber streichelte ihn nur und sagte: "Du brauchst keine Angst haben unser Frosch-Papa im Himmel hält immer seine Hände über uns und beschützt uns wohin wir auch gehen. Nichts kann dir passieren. Gar nichts."

Und so packte sie ihn an der Hand und gemeinsam erkundeten sie von nun an ihre Welt und das Leben.

Und da sie nicht gestorben sind, leben sie auch noch glücklich und zufrieden in ihrer Welt.

Montag, 5. Juli 2010

Theo die Maus

Theo Maus war ein fröhliches lustiges Mäuschen. Aber heute war sie voller Schmerz.
Theo war in einen Splitter getreten und weinte fürchterlich. Er weinte so laut, dass Archibald der dicke Kater aus der Nachbarschaft aus seinem tiefen Mittagsschlaf erwachte, sich streckte und gähnte und wütend durch die Gegend stapfte um zu sehen, wer da wohl so einen unheimlichen und wirklich Ohren-betäubenden Krach veranstalte.
Er staunte nicht schlecht, als er den kleinen Theo dort Schreien sah.
Noch mehr erstaunte ihn aber, dass der kleine Theo gar keine Angst vor Ihm zu haben schien. Das ärgerte ihn so sehr, dass er zu Theo meinte: "Wenn du nicht sofort weg rennst, fresse ich dich."
Daraufhin vergas die kleine Maus all ihren Schmerz und musste fürchterlich lachen. "Hihi. Haha. Hoho. Du willst mich fressen? Jede Maus lernt von klein auf, dass du ohne Zähne bist und so geschwächt bist, dass du nicht mal eine Fliege töten könntest. Und du willst mich fressen? Eher lache ich mich ja tot."
Archibald war wirklich wütend. Aber er musste einsehen, dass der kleine Theo Recht hatte und so zog der alte Kater von dannen und schlief schmollend wieder ein.
Und Theo der voller Freude war, zog sich den Splitter heraus und feierte gemeinsam mit seinen Mäusefreunden ein großes Fest.

Dienstag, 27. April 2010

Die Fee hat Geburtstag

Heute war ein wunderschöner Tag: Die kleine Fee hat Geburtstag.
Sie springt frühs voller Freude aus ihrem Bett und packt alles für ein herrliches Piknik im Freien.
Sie hüpft fröhlich aus der Tür mit ihrem Korb in der Hand und der Decke unter dem Arm und zieht mit ihren Freunden in den Wald.
Dort feiern sie fröhlich und ausgelassen den ganzen Tag.
Nebenbei pflanzt sie noch 3 Bäume, backt einen Kuchen und spielt mit den Kindern von Bauer Heinrich - weil das ihre Lieblingsbeschäftigungen sind.
Abends geht sie voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett um ein Schläfchen zu machen.
Mal schauen, was ihr morgen so einfällt...

Wir sind gespannt was der nächste Tag so mit sich bringt. Genauso gespannt wie unsere kleine Fee. Denn morgen heißt es wieder: Unsere kleine Fee hat Geburtstag.
Und übermorgen hat sie wieder Geburtstag... - So wie jeden Tag.

Unsere kleine Fee sagt nämlich: "Ich liebe Geburtstage. Lebe jeden Tag so, als wäre es dein Geburtstag." Und das tut sie auch. Einmal im Jahr Geburtstag feiern, ist doch viel zu langweilig.
Und damit die kleine Fee ihren Geburtstag auch niemals vergessen kann, hat sie dies gleich mit dicken Buchstaben über ihr Bett geschrieben und dazu ein schönes Bild gemalt.


Was Kinder NICHT brauchen

Kinder brauchen NICHT:
  • 5001 Regeln, die man nicht mal selbst einhalten kann
  • 222 Strafen bei Verstoß gegen eine der 5001 Regeln
  • Meckerliesen und Schimpfonkels
  • mehr Verbote als Erlaubnisse
  • volle und durchgeplante Terminkalender
  • lieb gemeinte Spielvorschläge en masse
  • erhobene Zeigefinger
  • kluge Sprüche
  • Vergleiche mit der eigenen ach-so-tollen-Kindheit wie z.B. "So war ich nie..." usw
  • wenn du das und das machst oder nicht machst, passiert das und das (z.B. Wenn du dein Zimmer jetzt nicht sofort aufräumst, darfst du eine Woche lang kein Fernsehn kucken... - Was bitte hat mangelnde Ordnung mit Fernsehen zu tun - solcherlei Erpressungen sind nicht nur unnötig, sondern zeigen vielmehr die Ratlosigkeit der Eltern/Erzieher auf... - aber Lösungen sind das Keine)
  • Unmassen an Belohnungen oder Bestrafungen für erbrachte Leistungen/Fehlleistungen
  • Geschrei und Gezeter
  • Vorgaben und Einschränkungen
  • Manipulation (z.B. Wenn du deine Hausaufgaben schön machst und dabei ganz ruhig bist, können wir dann noch ein Eis essen...)
  • auf Schwächen rumhacken
  • DU kannst das nicht..., DU kannst dieses nicht
  • Kinder untereinander vergleichen und bewerten
  • ganz schlimmer Satz noch zum Schluß: "Du bist doch schon älter als X. Bei dir kann man doch wohl schon mehr erwarten..."
  • usw. usw. usw.

Da ich dich ja nicht entmutigen, sondern viel mehr aufbauen möchte, nun zu dem Thema was Kindern gut tut:
  • vor allem Zeit, Ruhe und ganz viel Liebe
  • Spontanität und Flexibilität
  • Verständnis
  • Raum und Zeit für eigene kreative Entfaltung
  • Stärken erkennen und Stärken stärken
  • anregen aber nicht abnehmen und einschränken
  • zuhören
  • Spaß und Freude
  • Ehrlichkeit
  • Gemeinschaft
  • FREIHEIT (ja, sogar Freiheit Dinge zu tun, wo der "Große" meint zu wissen, dass sie in die Irre gehen und das ganze ohne das man wenigstens noch seine Meinung kund tut [ich weiß..., kann durchaus herausfordern - aber glaub mir das ist das Beste was du tun kannst und das Kind wird es einmal schätzen - die vorherigen Maßregelungen und Verbote konnten das Kind ja auch nicht aufhalten ;-)])
  • und nochmal Liebe, Liebe, Liebe.
Ich möchte hier keine Gesetze aufstellen oder Pauschal-Verurteilungen anstellen, aber das wichtigste ist und bleibt die Liebe (die Liebe, die einfach von innen aufsteigt).
Wenn man feststellt, ich habe diese Liebe nicht, kann man sich ganz einfach für sie entscheiden und die Liebe (Gott) wird sich das nicht zwei mal sagen lassen und einen Weg in dir finden.
Ja, ihr (der Liebe) kann man wirklich vertrauen. Sie ist die einzige, der man sich völlig in Vertrauen und Liebe hingeben kann.

Montag, 22. März 2010

Liebe - Das Zentrum gesunder Erziehung.

"In der Liebe ist alles. Außerhalb der Liebe ist nichts." - nach der Bibel

Liebe ist kein Konzept, sondern DAS Leben.

Eine gewaltige Energie und unendliche Kraft.

Liebe ist Schöpfungskraft.

Sie befähigt zu ungeahnten Tiefen und lässt das Verborgene sichtbar werden.

Sie ist nicht einschränkbar und ist in grenzenloser Tiefe in jedem von uns angelegt.

Deine Natur ist ein Liebesnatur. Jeder der sich für diese Liebe entschieden hat und gesagt hat, ja ich will sie, hat sie auch bekommen. Sie kommt von IHM, dem Vater der Liebe, von Gott und ist er selbst. Wer die Liebe aufgenommen hat, hat ihn aufgenommen und ist von diesem Moment an ein Liebender und fähig nach göttlicher Art zu lieben.

Wer der Liebe glaubt hat gewonnen.

Die Liebe ist ein Selbstläufer und wird aus dir hervorströmen und erst dich und nach und nach alles Andere übernehmen und zum Guten verändern.

Um einen Liebenden herum, wird sich alles positiv entwickeln. Auch und gerade die Kinder.

Kinder fühlen sich von Liebenden magisch angezogen.

Wo die Liebe ist, wirst du auch immer Kinder finden. Hier fühlen sie sich angezogen und angenommen und haben optimalste Entwicklungsbedingungen.

Eine Atmosphäre der Liebe ist das Beste und Wichtigste was einem Kind passieren kann.

Ich liebe Kinder.

Herrliche Zitate kleiner Kostbarkeiten.
  • "Wir haben gecampingt."
  • "Napule" - gemeint ist der Bauchnabel
  • "Nein. Diese Bäume ess ich nicht." - dabei ein angeekeltes Mädchengesicht vor dem Teller mit Brokkoli.
  • "Wo ist dein Pullermann hin" fragt einer erstaunter Junge bei näheren Betrachten eines Mädchens. Darauf das Mädchen: "Ich habe keine Pullermann. Ich habe ein Pullerine."
  • "Als ich geschlaft habe, habe ich getraumt."
  • "Papagei, Mamagei und Lukasgei."
  • "Ich habe meinen Schießer vergessen." - eine Kinderpistole